November-Aare - Muri-Belp
Blog: vision57
Ehrlichkeit und Wahrheit
Der Text sagt immer mehr als dem Autor bewusst ist. Meist sind verschiedene Interpretationen sinnvoll. Objektive Wahrheit liegt nicht im Text. Texte an sich haben keinen Sinn. Sinn kann sich ereignen im lesenden und hörenden Subjekt. Trotzdem lässt ein Text nicht beliebige Interpretationen zu. Denn jeder Text formatiert das unendliche Chaos. Texte ordnen und formen und grenzen ab und aus. Deshalb gibt es für meine Erfahrungen, für meine jetzige Lebenssicht bevorzugte Texte. Nämlich jene Texte, die mich Sprache finden lassen, für die Ordnungen und Formen, in denen ich mich hier und jetzt bewege oder bewegen möchte. Es gehört zum Dasein in der Welt, dass wir nicht zugleich auch dort sind. Wenn wir auf der Welt etwas sind, sind wir damit eben auch getrennt von seinem Gegenteil. Die Schöpfung beginnt eben so, dass aus dem einen zwei werden, Himmel und Erde, Tag und Nacht, Mann und Frau.
Lies mehr…Die Ewigkeit im Herzen
Uns Menschen ist die Ewigkeit ins Herz gelegt. Und deshalb haben wir, sobald wir so richtig eingetaucht sind in das wogende Werden und Vergehen dieser Welt eine grosse Sehnsucht nach beständigem Sein - im hektischen Treiben zwischen Morgen und Abend das Bedürfnis nach Ruhe, nach Entspannung in der prickelnden Erregung zwischen Mann und Frau, nach umfassendem Frieden im entscheidenden Kampf zwischen gut und böse.
Ewigkeit weist uns hin auf eine Wirklichkeit jenseits von Raum und Zeit, jenseits von Bewegung und Abgrenzung, auf eine Wirklichkeit beständigen Seins, absoluter Ruhe und vollkommenen Friedens. Sie weist uns hin auf das grenzenlose Eine.
Ewigkeit und Augenblick - Ganzer Beitrag im PDF-Format lesen
Vielleicht denken Sie, diese Frage hat nichts mit mir zu tun. Ich habe noch nie Theater gespielt und gedenke es auch in Zukunft nicht zu tun. Die Frage zielt aber nicht auf eine Theaterrolle, sondern auf die Lebensrollen, die wir im Alltag spielen. Vielleicht sind es Rollen, die zu uns passen, die wir gewählt haben und gerne spielen. Vielleicht sind es uns zugedachte Rollen, die uns Mühe bereiten. Bezüglich der Rollen von Pfarrpersonen wurde unlängst in einer Tageszeitung die Meinung des Beauftragten für kirchliche Angelegenheiten, Hansruedi Spichiger, so dargestellt: Pfarrpersonen seien öffentliche Personen, die mit vielen Projektionen leben müssten. Würden sie diese nicht erfüllen, könne das zum Teil "die Volksseele in Bewegung bringen".
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