Bitcoin ist eine digitale Währung, die im Jahr 2009 von einem anonymen Erfinder namens Satoshi Nakamoto geschaffen wurde. Bitcoin basiert auf einem dezentralen Netzwerk von Computern, die Transaktionen verifizieren und neue Einheiten der Währung erzeugen. Bitcoin hat das Ziel, ein alternatives Finanzsystem zu schaffen, das ohne zentrale Autoritäten wie Banken oder Regierungen auskommt.
Anzahl
Die Anzahl der Bitcoins ist begrenzt auf 21 Millionen Einheiten. Diese Zahl wurde von Nakamoto festgelegt und kann nicht geändert werden. Bis heute sind etwa 19 Millionen Bitcoins im Umlauf, was bedeutet, dass noch etwa 2 Millionen Bitcoins durch Mining erzeugt werden können. Die Anzahl der Bitcoins pro Block halbiert sich alle vier Jahre, um die Inflation zu kontrollieren. Die letzte Halbierung fand im Mai 2020 statt und reduzierte die Belohnung pro Block von 12,5 auf 6,25 Bitcoins.
Mining
Mining ist der Prozess der Erzeugung neuer Bitcoins durch das Lösen komplexer mathematischer Probleme mit spezieller Hardware. Die Miner konkurrieren miteinander um die Lösung des Problems zu finden und den nächsten Block zur Blockchain hinzuzufügen. Die Blockchain ist eine öffentliche Aufzeichnung aller Bitcoin-Transaktionen seit dem Beginn der Währung. Jeder Block enthält einen Hash des vorherigen Blocks sowie einen Zeitstempel und eine Liste von Transaktionen.
Mining dient nicht nur der Erzeugung neuer Bitcoins, sondern auch der Sicherung des Netzwerks vor Manipulationen oder Angriffen. Um einen gültigen Block zu erstellen oder zu ändern, muss ein Miner mehr als die Hälfte der Rechenleistung des gesamten Netzwerks kontrollieren. Dies wird als 51%-Angriff bezeichnet und gilt als sehr unwahrscheinlich.
Energieverbrauch
Der Energieverbrauch des Bitcoin-Netzwerks ist ein häufiger Kritikpunkt an der Währung. Laut einer Studie der University of Cambridge verbraucht das Bitcoin-Netzwerk etwa 121 Terawattstunden (TWh) Strom pro Jahr. Das entspricht mehr als dem Stromverbrauch von Ländern wie den Niederlanden oder den Vereinigten Arabischen Emiraten. Eine andere Schätzung von Digiconomist liegt bei etwa 77 TWh pro Jahr.
Der hohe Energieverbrauch wird durch den Proof-of-Work-Mechanismus verursacht, der das Mining antreibt. Proof-of-Work erfordert viel Rechenleistung und damit auch viel Strom. Der Stromverbrauch steigt mit dem Wert von Bitcoin an, da mehr Miner versuchen, die Belohnungen zu erhalten.
Der hohe Energieverbrauch hat negative Auswirkungen auf die Umwelt und das Klima. Der größte Teil des Stroms für das Bitcoin-Mining stammt aus fossilen Brennstoffen wie Kohle oder Erdgas. Dies führt zu hohen CO2-Emissionen und trägt zur globalen Erwärmung bei.
Es gibt jedoch auch Argumente für den Energieverbrauch von Bitcoin. Einige Befürworter sagen, dass Bitcoin ein neues Finanzsystem schafft, das ohne zentrale Institutionen auskommt. Sie vergleichen den Energieverbrauch von Bitcoin mit dem des traditionellen Finanzsystems oder anderen Industrien. Außerdem nutzen einige Miner erneuerbare Energien wie Wasserkraft oder Solarenergie für ihr Mining.
Risiken
Bitcoin ist nicht ohne Risiken für seine Nutzer und Investoren. Einige dieser Risiken sind:
- Volatilität: Der Preis von Bitcoin schwankt stark je nach Angebot und Nachfrage sowie nach Marktstimmung